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Jobsuche ist Schwerstarbeit.
Die Erstellung eines guten Bewerbungsanschreibens kann
leicht einen Tag Arbeit bedeuten; gleiches gilt für den
Lebenslauf.
Mit einer guten Vorbereitung kann man jedoch einige
Fehler und „Zeitdiebe“ vermeiden. Da die Stellensuche
selbst schon genug Nerven, Zeit und Energie kostet, um
Anschreiben zu formulieren, den Lebenslauf übersichtlich
zu gestalten und auch Absagen verkraftet werden müssen,
will ich mit den folgenden Tipps helfen, möglichst viele
„Zeitfallen“ und unnötige „Frustquellen“ zu vermeiden.
Bevor man also Stapel von Zeitungen nach Stellenanzeigen
durchsucht oder stundenlang durch Stellenbörsen im
Internet surft, sollte man versuchen, die eigenen
(beruflichen) Wünsche möglichst konkret zu formulieren.
Eine Eingrenzung auf Begriffe rund um die eigene
Ausbildung oder das Studium alleine reicht nicht aus.
Wichtig ist, sich Gedanken zu machen, über welche
Schlüsselqualifikationen und Soft Skills wie
Organisationsvermögen oder Kontaktfähigkeit man verfügt.
Bei dieser Selbstanalyse sollte man der Fantasie freien
Lauf lassen, um möglichst viele Ideen und Anregungen zu
bekommen. Erst später sollte man diese hinsichtlich der
beruflichen Ziele und Möglichkeiten bewerten.
Zunächst sind die Fragen zu klären: „Was will ich? Was
kann ich?“ Dabei sollte man ehrlich zu sich selbst sein
und berücksichtigen, dass sich manche Fähigkeiten und
persönlichen Eigenschaften gegenseitig ausschließen. Es
geht nicht darum, möglichst viele Begriffe aufzählen,
sondern diejenigen zu finden, die einen selbst am besten
charakterisieren. Nicht zutreffende Begriffe sollten
daher auch durchgestrichen und durch passende ersetzt
werden.
Die folgenden Fragen geben Anregungen, um sich über die
eigenen beruflichen Wünsche klarer zu werden.
-
Was
kann ich?
- Welche (fachlichen) Qualifikationen habe ich /
welche Fähigkeit zeichnen mich aus?
- Welche Qualifikationen / Fähigkeiten habe ich
aufgrund von außerberuflichen und
Freizeitaktivitäten?
- Was sind meine Stärken / Schwächen? Was macht
meine Persönlichkeit aus?
Damit die Begriffe keine Floskeln sind, sondern mit
Inhalten gefüllt sind, sollte man sich jeweils ein
bis zwei Situationen überlegen, in denen man z.B.
eine hohe Leistungsbereitschaft und
Leistungsfähigkeit oder ihr Organisationstalent
unter Beweis stellen konnten.
- Was will ich?
Trotz aller Schwierigkeiten und der
Arbeitsmarktsituation ist es kein Luxus, sich die
Frage zu stellen: „Was möchte ich?“. Nur wer genau
weiß, was er will, weiß auch, wo er in der Realität
„Abstriche" machen kann, also Kompromisse eingehen
kann, die möglichst wenig weh tun.
Auch wenn der
Frust groß ist, bringt einen die Haltung „ich nehme
jeden Job an“ nicht weiter. Spätestens im
Vorstellungsgespräch spürt der potenzielle
Arbeitgeber die resignative Haltung und die Chancen
den Job zu bekommen, verringern sich schlagartig.
Besser ist es, zu wissen was man will und im
Gespräch zu überzeugen, dass man es auch kann.
Wichtige Hinweise zum AGG
(Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz):
Bei Bewerbungen müssen Sie seit Einführung des AGG am
18.08.2006 folgende persönliche Fragen nicht mehr
beantworten:
- Alter, Geschlecht, Geburtsort, Nationalität,
Familienstand, Kinder sowie Ihre Religion
- Sie müssen Ihrer Bewerbung auch kein Foto mehr
beifügen. Nur leider ist das noch so eingebürgert.
Ansonsten gilt:
Fügen Sie Ihrer Bewerbung nur noch dann ein Foto bei,
wenn es vom Arbeitgeber wirklich angefordert wurde!
Trotz AGG sind nach wie vor folgende Inhalte im
Lebenslauf notwendig:
- Schulbildung, Ausbildung, Hochschulbildung
- Sprachkenntnisse
- EDV-Kenntnisse
- Berufserfahrung bzw. berufsspezifische
Kenntnisse
- Berufsergänzende Zusatzqualifikationen
- Zeugnisse und Qualifikationsnachweise
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