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Um sich selbst angemessen vor anderen zu
präsentieren, muss man nicht in möglichst kurzer Zeit
ungefragt möglichst viel von sich selbst erzählen. Doch
worauf kommt es an?
Schritt 1: Eigene Stärken und Schwächen kennen
Wer seine gesamte Energie darauf richtet,
(vermeintliche) Schwächen zu bekämpfen, kann seine
positiven Eigenschaften und Fähigkeiten nicht in vollem
Maße nutzen. Wenn Sie ein sympathisches Lachen haben
oder ihre Zuhörer durch lebhafte Erzählungen in den Bann
ziehen können, konzentrieren Sie sich darauf. Dann fällt
Ihren Gesprächspartnern möglicherweise gar nicht mehr
auf, dass Sie ein sehr schüchterner Mensch sind.
Schritt 2: Die Perspektive des anderen einnehmen
Viele unerfahrene Verkäufer machen den Fehler,
dass sie dem Kunden oder Interessenten in
maschinengewehrartiger Sprechweise die Vorteile eines
Produktes vortragen. Sie stellen ihm nicht eine einzige
Frage, um seine Bedürfnisse und Wünsche herauszufinden.
Die Bedürfnisse des anderen sind der Schlüssel, um ihn
von etwas zu überzeugen - beispielsweise davon, dass
Ihre Firma der richtige Dienstleister für ihn ist.
Beantworten Sie sich dazu die folgenden Fragen:
- Welche Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen
hat Ihr Gegenüber vermutlich? Beispiel: Er möchte
einen zuverlässigen Zulieferer, der ihm die
benötigten Teile zu günstigen Konditionen anbietet.
- Welche Stärken haben Sie und Ihr Unternehmen,
die Sie ihm als Erfüllung seiner Bedürfnisse
präsentieren könnten? Beispiel: Ihre Argumentation
könnte so lauten: Sie sind ein kleines und besonders
flexibles Unternehmen. Deshalb können Sie ihm die
Teile in einem 24-Stunden-Service direkt liefern
(Wunsch nach Zuverlässigkeit). Da auch er seinen
eigenen Kunden anspruchsvolle Produkte anbietet,
lohnt die Investition in Ihre qualitativ
hochwertigen Teile (Argumentation, um ihm einen
höheren Preis als Vorteil nahe zu bringen).
Schritt 3: Der erste Eindruck muss stimmen!

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen repräsentative Aufgaben
haben, im Außendienst tätig sind oder als Firmeninhaber
viele Neukundengespräche führen, kommt es auch auf Ihren
persönlichen Auftritt an. Da es für den sprichwörtlichen
ersten Eindruck keine zweite Chance gibt, sollten Sie
bei wichtigen Gesprächen und Anlässen auf "Nummer
sicher" gehen und Ihre Kleidungsauswahl in Hinblick auf
Schnitte, Formen und Farben auf Ihre ganz persönliche
Ausstrahlung abstimmen.
Überlegungen, bevor Sie sich für einen bestimmten Anlass
kleiden:
- Gibt es bestimmte Konventionen, die Sie
einhalten müssen (z.B. Bewerbungsgespräch oder
Präsentation in einem konservativen Unternehmen,
Theater, Hochzeit ...)? Die Business-Kleiderordnung
lautet: Dunkelblau, Grau und Schwarz passen immer -
mit Einschränkungen für die Damen auch Weinrot. Sie
sollten nicht mehr als max. zwei Farben miteinander
kombinieren und z.B. auf das Tragen von
"kunterbunten" Krawatten verzichten.
- Wie ist Ihre Rolle? Durch welche Kleidung können
Sie diese Rolle am besten unterstützen? Beispiel:
Ein Geschäftsführer, der schlechter gekleidet ist
als sein Assistent, wirkt merkwürdig.
- Was für ein Typ sind Sie - und wie möchten Sie
wirken? Beispiele: klassisch, sportlich-elegant,
lässig-leger, sexy, romantisch, natürlich ...
- Welche Kleidungsstücke haben durch Form,
Farbgebung und Material einen entsprechenden
Signalcharakter? Beispiel: Transparente Stoffe und
figurbetonte Schnitte lenken die Gedanken des
interessierten Betrachters in den Bereich der
Erotik.
- Mit welchen Kleidungsstücken fühlen Sie sich
gerade bei diesem Anlass am wohlsten?
- Wie sieht es mit Ihrem Haarschnitt und Ihrer
Frisur aus? Im Geschäftsleben können sich
ungepflegte Haare oder eine verfilzte "Wischmob-Frisur"
negativ auswirken.
- Wenn Sie einen bestimmten Modetrend mitmachen
möchten: Passt die Mode zu Ihnen und zu Ihrer Figur?
Entwickeln Sie im Zweifelsfall lieber Ihren
individuellen Stil.
Welche Kleidungsschnitte passen?
Die folgenden Vorschläge sind keine strenge Regel,
sondern Anregungen. Generell gilt: Wenn Sie sich mit
einem bestimmten Kleidungsstück wohl fühlen, ist Ihre
Ausstrahlung besser, als wenn Sie sich nach "Vorschrift"
kleiden.
Frauenfiguren
Bei Frauen gibt es drei Hauptunterscheidungen: Die
X-Figur, die Y-Figur und die A-Figur. Bei der
X-Figur dominiert die schlanke Taille.
Oberkörper und Hüften sind stark ausgeprägt. Frauen mit
schlanken Beinen können diese bei entsprechendem Anlass
ruhig durch einen Minirock oder eine enge Hose betonen.
Viele Frauen mit eher stämmigen Beinen entscheiden sich
oft schon automatisch für eher fallende Stoffe, die
nicht so eng am Körper anliegen. Betonen Sie ruhig die
Hüften, damit der Körper nicht "matronenhaft" wirkt.
Eine Person mit Y-Figur hat stark
ausgeprägte Schultern sowie schlanke Hüften und
ebensolche Beine. Der Blick fällt als erstes auf die
schmale Hüfte und die schlanken Beine, deshalb sind
beispielsweise Business-Kostüme, schlanke Hosenanzüge im
Zigarettenstil oder auch Hosen mit ausgestellten Beinen
("Schlaghosen") hervorragend geeignet.
Bei der A-Figur sind die Schultern eher
schmal und der Unterkörper kräftig. Bei dieser Figur
bietet sich Kleidung im "Zwiebelstil" (übereinander) an
- mit weich fallenden Stoffen, die nicht auftragen. Das
unterste Oberteil sollte so lang sein, dass es auf
Beinhöhe endet. Was die Beine anbetrifft, gilt das
gleiche wie bei der X-Figur: Bei stämmigen Beinen eher
auf eine besondere Betonung verzichten.
Männerfiguren
Bei den Männern gibt es drei "Grundfiguren": 1. Schulter
breiter als Hüften, 2. Schultern und Hüften ausgewogen
und 3. Hüften breiter als Schultern. Achten Sie bei der
Anzugwahl auf die Ausgewogenheit und Harmonie. So kann
ein großgewachsener Mann die athletische Figur durch den
Anzugschnitt betonen. Seine Hosen dürfen Bundfalten
haben - und sehr vorteilhaft wirkt z.B. ein Zweireiher.
Ein eher kleingewachsener Mann sollte auf den Zweireiher
verzichten, weil der Oberkörper im Verhältnis zu den
Beinen zu mächtig wirkt. Das gleiche gilt für kräftig
gebaute Männer ohne athletische Figur.
Entscheidend ist bei Männern auch das Verhältnis der
Taille zum Körper: Wer eine hoch sitzende Taille und
lange Beine hat, sollte sich für tief abschließende
Hosen, sowie weit und locker fallende Pullover
entscheiden. Längere Jackets gleichen die hohe Taille
optisch aus - ebenso wie Gürtel in der Farbe des
Oberteils. Der Gürtel sollte generell unterhalb der
Taille getragen werden. Männer mit tief sitzender Taille
und kurzen Beinen wirken vorteilhaft mit hoch
abschließenden Hosen, die die Beine optisch verlängern.
Der Gürtel sollte immer die Farbe der Hose haben.
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